Interessantes zu Coaching und Mediation

Coaching-Literatur: Beratungswiese empfiehlt I

veröffentlicht am 25. Mai 2016

Abbildung MiniMax-Interventionen von Manfred Prior

Ich bin aus meinem sonnigen Pfingsturlaub zurück. Stets nehme ich mir Coaching-Bücher mit, die mir für meine Arbeit hilfreich erscheinen, sogenannte „Weiterbildungslektüre“. Mit dem festen Vorsatz, in der schönen freien Zeit das viel zu lange liegengebliebene Werk nun auch endlich einmal zu lesen, geht es los. Doch dann wandern die Coaching-Übungen zum Urlaubsende wieder mal ungelesen in den Koffer zurück. Die Ferienkrimis waren dann doch viel spannender. Nicht so diesmal! Welches Buch es geschafft hat, mich im Urlaub kurzweilig zu unterhalten UND gleichzeitig für meine Coachings nützlich ist, weiter lesen … »

Die Geschichte von einer Orange und zwei Schwestern

veröffentlicht am 18. April 2016

Was macht man in einer Mediation?

Orange Konflikt Schale SaftZwei Schwestern streiten sich um eine Orange. Schließlich kommt die Mutter in die Küche, teilt die Orange in zwei Hälften und gibt jedem Kind eine Hälfte. Beide Schwestern sind jedoch unzufrieden! WARUM?

Hätte die Mutter ihre Töchter gefragt, warum sie beide die Orange haben möchte, hätte sie vielleicht folgende Antwort bekommen:

  • Tochter 1: „Ich brauche die Schale, weil ich einen Kuchen backen will.“
  • Tochter 2: „Ich brauche die Frucht, weil ich einen Orangensaft trinken will.“

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Es bewegt sich was in Sachen Mediationskostenhilfe … in Österreich

veröffentlicht am 2. Februar 2016

Bewegung kommt auf, zumindest im Nachbarland Österreich. Das österreichische Bundesministerium für Familien und Jugend (BMFJ) bezuschusst die Kosten für Familienmediation, zumindest „unter bestimmten Voraussetzungen“. Dazu gehört, dass das Mediatorenteam neben seiner Mediationsausbildung die fachliche Kombination psychosoziale Ausbildung + juristischer Hintergrund vorweisen muss, um zuschussfähig zu sein. Außerdem müssen die Familienmediatoren Mitglied ein einem der fünf Mediationsvereine sein, mit denen das Ministerium zusammenarbeitet.


Eine Mediationsstunde in Co-Mediation wird mit EUR 220,00 pro Team veranschlagt. Die Bezuschussung ist abhängig von der Höhe des nachgewiesenen Familieneinkommens. Der Selbstbehalt der Paare wird von den Mediatoren anhand einer Tariftabelle ermittelt. In der Praxis zahlen die Paare ihren Selbstbehalt an die Mediatoren und diese erhalten den Zuschussanteil von den Mediationsvereinen, die vom Ministerium anerkannt worden sind.


Paare, die sich ihre Familienmediation bezuschussen lassen wollen, müssen sich Ihren Familienmediatore aus der Liste des BMFJ auswählen.


Weitere Informationen

Warum sich Mediation für betriebliche Nachfolge eignet

veröffentlicht am 26. November 2015

Ein FAZ-Artikel vom heutigen Tage ist Anlass für mich, erneut auf dieses spannende Arbeitsfeld für Mediatoren hinzuweisen: Im Rahmen des Generationenwechsels könnten Mediatoren nämlich ein interessantes Betätigungsfeld gewinnen. Bis 2018 werden in Deutschland 135.000 Familienunternehmen die Nachfolge wechseln! (Quelle: FAZ vom 26.11.15, „Warum so viele Betriebe keinen Nachfolger finden“) Doch der Wechsel ist mit Problemen verbunden die vielen Familien gar nicht bewusst sind. Eines davon hängt mit der Struktur von Familienunternehmen zusammen. Sie weisen ein komplexes Beziehungsgeflecht auf. Die Familienmitglieder begegnen sich dort sowohl mit ihrer beruflichen als auch mit ihrer privaten Identität. Diese Rollen können durchaus unterschiedlich sein und nicht jedem ist die Doppelrolle bewusst. Die Rollen werden häufig vermischt und das führt zu Konflikten. Bei der Nachfolge setzen zudem viele Unternehmen auf die bewährten Experten Steuerberater und Rechtsanwalt. Wichtige Ratgeber, die häufig aber nicht Aspekte wie familiäre Traditionen und emotionale Eigenheiten bei der Nachfolge im Blick haben. Aus ihnen speisen Familienunternehmen jedoch ihre Identität und müssen deshalb in der Diskussion berücksichtigt werden.

Um in dieser Vielschichtigkeit jedem eine Stimme zu geben eignen sich Mediatoren als Prozessbegleiter. Sie wissen, dass emotionale Gründe für die perfekte Lösung eine entscheidende Rolle spielen können. Sie strukturieren das Gespräch und lassen die Entscheidungsfindung in den Händen der Familie. Am Ende steht eine eigene Lösung, die die Werte und Tradition der Familie wiederspiegelt.

(Dazu auch mein Blog „Papa Hipp geht in den Ruhestand“)

Mediation_Familienunternehmen

7 Argumente für Mediation zum Auswendiglernen

veröffentlicht am 17. November 2015

Die Vorweihnachtszeit und das damit verbundene Jahresende lassen Menschen über das Vergangene Revue passieren. Sie denken auch darüber nach, was im nächsten Jahr besser sein sollte. Konflikte zu beenden und Ärger zu vermeiden sind attraktive Motivatoren, die Ihr Gegenüber dazu bewegen könnte, es statt wie üblich mit dem Rechtsweg im neuen Jahr mal mit einer alternativen Konfliktlösung zu versuchen. Hier sind sieben Argumente für Mediatoren zum Auswendiglernen und im passenden Moment aus dem Ärmel schütteln, wenn das Gesprächsthema beim nächsten Weihnachtsmarktbesuch, der Weihnachtsfeier oder anderen Jahresendanlässen auf Konflikte, Gericht, Kosten, Ärger, Nerven schonen etc. kommt:

  • Sie sparen Geld.
  • Sie behalten Ihre Autonomie.
  • Sie bekommen tragfähige Lösungen.
  • Ihre persönlichen Interessen werden bei der Lösung berücksichtigt.
  • Ihr Konflikt bleibt vertraulich.
  • Sie sparen Zeit. (Die durchschnittliche Dauer eines streitigen, erstinstanzlichen Zivilgerichtsverfahrens in Deutschland in Tagen in 2013: 192)
  • Ihre Beziehung zum Konfliktgegner bleibt erhalten.