Olympiawettkampf Diskuswerfen: Wie Konflikte entstehen können

veröffentlicht am 8. August 2012

Zur Zeit fiebert die Welt mit den Athleten der Olympischen Spiele 2012 in London mit. Ca. 10.500 Sportler aus allen Teilen der Welt nehmen an den Wettbewerben teil. Jeder Sportler hat neben seinem Können auch seine individuellen Wertvorstellungen und Interessen im Gepäck und darüber hinaus auch die Werte, die ihn durch seinen Glauben und seine Herkunft zu dem gemacht haben, was er ist. Wenn viele unterschiedliche Menschen aufeinander treffen, steigt das Konfliktpotenzial. Ein schönes Beispiel für unterschiedliche Wahrnehmung liefert der Sieg des Diskuswerfers Robert Harting. Nach dem Gold-Wurf war seine Freude so groß, dass er, wie nach jedem Sieg, sein Trikot zerriss. Für den zweitplatzierten Iraner Ehsan Hadadi ein Zeichen fehlenden Respekts am Vaterland, zerstörte Harting doch so das auf das Trikot gedruckte Wort „Deutschland“. Aus der Sicht des Iraners eine negative, respektlose Geste, die ihn sehr irritierte. Damit aus solchen oder anderen Irritationen kein großer Ärger wird, ist es wichtig, ohne Vorverurteilung auszusprechen, was uns am anderen stört. So können Missverständnisse schnell ausgeräumt werden und wachsen nicht zu großen Konflikten heran.

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