Anwälte im Jahr 2013: Ohne Strategie in die Zukunft

veröffentlicht am 13. Juni 2013

In der letzten Woche ist der Deutsche Anwaltstag 2013 zu Ende gegangen. Der DAV stellte dort eine Studie vor, die sich mit der Zukunft des Rechtsdiensleistungsmarktes beschäftigt.
Die unter 5000 Rechtsanwälten durchgeführte Umfrage der Basler Prognos AG ergab, dass kaum eine Kanzlei eine Strategie besitzt, wie sie sich zukünftig im Rechtsdiensleistungsmarkt behaupten will. Noch verwunderlicher ist jedoch, dass die Anwälte diese Erkenntnis nicht zur Veränderung bewegt: Kaum 10% wollen dies ändern! Dringenden Handlungsbedarf sieht lediglich DAV-Präsident Wolfgang Ewer, der dies im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung deutlich machte. Zukünftig wird sich die Wettbewerbssituation unter den 160.000 zugelassenen Anwälten in Deutschland verschärfen, weil z.B. Banken und Versicherungen durch die Lockerung des Rechtsberatungsmonopols 2008 immer mehr mit rechtsberatenden Produkten auf den Markt strömen. Und diese Unternehmen sind in Sachen Dienstleistungsmentalität und kundenorientierter Arbeitshaltung besser als viele Anwaltskanzleien.
(Quelle: F.A.Z., 5.6.2013)