Coaching-Literatur: Beratungswiese empfiehlt I

Ich bin aus meinem sonnigen Pfingsturlaub zurück. Stets nehme ich mir Coaching-Bücher mit, die mir für meine Arbeit hilfreich erscheinen, sogenannte „Weiterbildungslektüre“. Mit dem festen Vorsatz, in der schönen freien Zeit das viel zu lange liegengebliebene Werk nun auch endlich einmal zu lesen, geht es los. Doch dann wandern die Coaching-Übungen zum Urlaubsende wieder mal ungelesen in den Koffer zurück. Die Ferienkrimis waren dann doch viel spannender. Nicht so diesmal! Welches Buch es geschafft hat, mich im Urlaub kurzweilig zu unterhalten UND gleichzeitig für meine Coachings nützlich ist, Coaching-Literatur: Beratungswiese empfiehlt I weiterlesen

Musik für Mediation und Coaching: Track 1

Wie mit der Storytelling-Methode sind Liedtexte ein eleganter Weg, zum Nachdenken anzuregen, ohne direkt zu lenken. Durch die Melodie wird der auditive Kanal auf andere Weise als durch das gesprochene Wort gefordert. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf die Inhaltsbedeutung erhöht. Coaches, Mediatoren und Trainer können sich Musik zunutze machen, um die Nachhaltigkeit Ihrer Interventionen zu sichern. Wer schon einmal einen Ohrwurm hatte, weiß um die Macht von eingängigen Tonfolgen. Ich kann mich heute noch an eine Chemiestunde zu Schulzeiten erinnern, die damit begann, dass der Referendar uns den Song „Alkohol“ von Herbert Grönemeyer vorspielte!
 
Mit diesem Blog möchte ich dazu inspirieren, Tracklists von Songs anzulegen, die sich für Mediationen, Coachings oder Trainings einsetzen lassen. Die Lieder können in Mediationen als Überraschungsmoment die Aufmerksamkeit erhöhen und so Kommunikationsschleifen unterbrechen. In Coachings lassen Sie sich ebenso gut einsetzen, z.B. als Hausaufgabe zum Zuhause nachhören (geht natürlich auch mit dem passenden Musikvideo). Und wäre es nicht sehr elegant, für die Pausen in einem Training eine besondere Tracklist zu haben, deren Songs alle zum Thema passen?

„Deine Zeit“ (Seeed)

Lieder in der Muttersprache gehen ohne gedankliche Übersetzungsleistung direkt ins Ohr und ins Herz des Hörenden, deshalb habe ich als ersten Song ein Lied von der Berliner Band „Seeed“ ausgewählt. Das Lied thematisiert die Eigenverantwortlichkeit eines Jeden, und ist deshalb wie ich finde ideal für Coachings und Mediationen geeignet. Der Refrain lautet:

Das Licht geht an, der Thron ist leer
keiner kommt und teilt das Meer
niemand sagt uns wie es geht
niemand weiß den geraden Weg
doch diese Zeit ist Deine Zeit!
Und Du meinst, Du seist noch nicht so weit
doch jeder Tag ruft Deinen Namen
und Du weißt, Du hast keine Wahl


 
Welche Songs gehören noch in diese Tracklist? Ich freue mich über Songmaterial!

Wie Ihr Unbewusstes für Sie arbeitet

Kennen Sie das auch? Eine neue, lang ersehnte Anschaffung ist geplant, Vor- und Nachteile abgewogen, Testberichte studiert, Farbe ausgewählt, usw. und auf einmal begegnet Ihnen das Objekt der Begierde viel häufiger im Alltag und in der Werbung als vor Ihrer Entscheidung? Dann haben Sie Ihr Unbewusstes zuverlässig und sehr genau mit vielen für Sie attraktiven Bildern und Informationen versorgt. Es kann nun gar nicht mehr anders als Ihnen all Ihre Sinne zu schärfen und den Fokus scharf zustellen auf das Heißersehnte, damit Sie möglichst schnell möglichst viel von dem von Ihnen als positiv Bewerteten genießen können.

Diese Fähigkeit Ihres Unbewussten können Sie sich auch gezielt zunutze machen, um sich aktiv Ihre beruflichen Wünsche zu erfüllen. Wichtig ist, dass Sie sich konkrete innere Bilder davon machen, wie Ihre Zukunft aussehen soll. Überlegen Sie sich z.B. welche Tätigkeiten Sie an Ihrem Arbeitsplatz genau tun. Mit wem arbeiten Sie zusammen? Wie läuft eine gute Arbeitswoche ab? Wie ist Ihr Arbeitsbereich eingerichtet? Wie hell oder dunkel ist es, wie riecht es dort? Was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken? Kreieren Sie Ihren Traumjob, schärfen Sie Ihre Antennen! Je genauer Sie Ihren zukünftigen Arbeitsplatz vor Ihrem inneren Auge sehen, desto besser.

Judith Holofernes, Ex-Sängerin der Band „Wir sind Helden“ weiß auch um das Potential, dass im Unbewussten liegt. Für Sie steht fest,

„(…) Wenn man seine Wünsche und Visionen möglichst klar hat, kooperiert das Universum, esoterisch gesagt. Unesoterisch formuliert glaube ich, dass man dann einfach sehr subtil Chancen anders wahrnimmt und Gelegenheiten sieht. (…)“ (Interview „alverde“, Ausgabe April 2014)

Führungskräfte wollen Coaching, kaufen es aber nicht!

Das Bonner Magazin managerSeminare hat gemeinsam mit dem Führungskräfteverband ULA eine Weiterbildungsumfrage durchgeführt. Die vollständigen Ergebnisse werden in der Oktoberausgabe am 25.10.13 veröffentlicht. Einige interessante Ergebnisse sind jedoch schon über den Newsletter herausgegeben worden. Vor allem in Bezug auf Coaching finde ich spannend, dass von den 312 Führungskräften der Umfrage insgesamt 73% das Format als interessant bis sehr interessant einstuften. (Skala von 1-6, wobei 6 dem Wert „sehr interessant“ entsprach). Tatsächlich ein Coaching besucht haben dieses Jahr jedoch nur 16% der Befragten! ManagerSeminare spricht zu Recht von einer „Kluft zwischen der Wertschätzung des Formats und dessen Wahrnehmung“ und sucht nach den Ursachen für diese Diskrepanz. Als Ursache wird der Makel des „Mangel beseitigen“, der einem Coaching bzw. einer Führungskraft anhaftet, die ein Coaching absolviert, vermutet. (Blogbeitrag vom 8.10.13 auf www.managerseminare.de)

Dabei hilft ein Perspektivwechsel schnell, die Investition in ein Coaching positiv zu betrachten. Wer sich coachen lässt, nimmt seine Gedanken so ernst, dass er Ihnen Zeit bei einem professionellen Lösungssucher gönnt. Das ist echte Wertschätzung!