Lerne ich an der Uni, was ich als Jurist in der Praxis brauche?

Umfrage des BRF e.V. zum Thema Juristenkompetenzen

Meine Erfahrungen als Coach in meiner täglichen Arbeit mit Juristen und Rechtsanwälten machen mir immer wieder deutlich, wie wenig das Thema Kommunikation in der juristischen Ausbildung prüfungsrelevant ist. Dabei entscheidet die gute Kommunikation über die Existenz der Rechtsanwälte, sind sie doch auf ihre Mandanten angewiesen. Deshalb begrüße ich die nun gestartete Umfrage des Bundesverbands rechtswissenschaftlicher Fachschaften e.V. (BRF). Der BRF ruft aktuell Juristen aus der Praxis auf, sich an ihrer Umfrage zu beteiligen, die die Diskrepanz zwischen vermittelten und benötigten Kompetenzen untersuchen möchte. Über diese Umfrage soll untersucht werden, ob die an den Universitäten vermittelten Kompetenzen mit denen in der Praxis geforderten übereinstimmen oder nicht. Anhand der Ergebnisse will der BRF einen Kompetenzkatalog erarbeiten, welche Kompetenzen in der juristischen Praxis heutzutage gefragt und gefordert werden und deshalb in der universitären Ausbildung berücksichtigt werden sollten.


Ich möchte alle Juristen unter meinen Lesern dazu auffordern, sich an der Umfrage zu beteiligen, um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu schaffen. Über diesen Link gelangen Sie zur Umfrage.

Elbphilharmonie-Architekt Pierre De Meuron ist kein Freund von Mediatoren

De Meuron ist kein Freund von Mediatoren
In der Spiegel-Ausgabe 24/2013 findet sich ein sehr interessantes Interview mit den derzeit in Deutschland bekanntesten drei Architekten Pierre De Meuron (Elbhilharmonie), Christoph Ingenhoven („Stuttgart 21“) und Meinhard von Gerkan (Berliner Großflughafen BER). Gemeinsam wird über die Gründe für die katastrophale Umsetzung, Verzögerung und Kostenexplosion der Projekte sinniert. Ich habe beim Lesen zahlreiche Stellen gefunden, die für die Vorteile von Mediationsverfahren bei solchen Streitigkeiten sprechen (Diese Stellen habe ich in diesem Beitrag zitiert)… Elbphilharmonie-Architekt Pierre De Meuron ist kein Freund von Mediatoren weiterlesen

Wie tickt die „Generation Y“?

Die zwischen 1980 und 1995 Geborenen werden als „Generation Y“ bezeichnet. Das Magazin „hamburger wirtschaft“ befragt in Ihrer Ausgabe vom Juli diesen Jahres die Unternehmer, welche Erfahrungen Sie mit Mitarbeitern dieser Generation gemacht haben. Wie tickt diese Generation und was zeichnet sie aus? Die Antworten sind interessant und es wird deutlich, dass bestimmte Branchen ihre Arbeitsplätze bereits bewusst auf diese Wünsche ausgerichtet haben, um dauerhaft Mitarbeiter zu halten. Einige Branchen hingegen haben noch sehr viel nachzuholen, wollen auch sie zukünftig motivierte junge Mitarbeiter gewinnen. Z.B. die Anwaltschaft, die sich bereits mit dem Wunsch vieler junger Mütter und Väter nach Teilzeitarbeit oder Home Office schwer tut. Das bestätigt auch die aktuelle DAV-Zukunftsstudie „Der Rechtsdienstleistungsmarkt 2030“.

Die Generation Y präge nach den Erfahrungen der Hamburger Unternehmer:

  • Selbstbewusstsein, Technikaffinität, Auslandserfahrung und die Wertschätzung flacher Hierarchien
  • Stimmt die Work-Live-Balance, ist Sie bereit, alles zu geben.
  • Flexible Zeiteinteilung, eigenverantwortliches Arbeiten
  • Die Generation Y strebt danach, ihr persönlich definiertes Lebensziel zu erreichen.
  • Sie brennen für ihre Themen, hinterfragen diese kritisch und sind hartnäckig.
  • Der Wunsch nach Erleben, Abwechslung und Sinnhaftigkeit.
  • Eine weltoffene und kontaktfreudige Generation.
  • Das gewählte Berufsziel wird nach dem Aspekt der „Berufung“ ausgewählt.

ARD-Mediationsserie „Paul Kemp“ aus Sicht einer Mediatorin

Wie es die Amerikaner machen, wissen wir aus „Fairly Legal“, jetzt hat das deutsche Fernsehen nachgelegt. Wie das ORF/ARD dem Fernsehzuschauer den Beruf des Mediators vermittelt, war meine Leitfrage, als ich mir die erste Folge von „Paul Kemp – Alles kein Problem“ angesehen habe.

Ähnlich wie bei der US-Serie wurde das Format „Komödie“ ausgewählt, die Figur Paul Kemp soll in seinem Beruf brilliant sein, aber privat nichts auf die Reihe bekommen. Das ist das Leitthema der Serie. Nun denn…

In der ersten Mediation der Serie geht es um ARD-Mediationsserie „Paul Kemp“ aus Sicht einer Mediatorin weiterlesen

ARD zeigt Mediation zur Prime Time

Heute startet um 20.15 Uhr in der ARD die ORF-Serie „Paul Kemp – Alles kein Problem“, in der ein Mediator und sein verwickeltes Leben im Fokus stehen. Ganze 13 Folgen lang haben wir nun die Gelegenheit, seine mediativen Fähigkeiten mitzuverfolgen. „Fairly Legal“ war der amerikanische Vorstoß einer Mediatorin im deutschen Fernsehen, meine Beiträge und Eindrücke zu dieser Serie und über die Figur Kate Reed können Sie hier nachlesen: „Schlichterin oder Mediatorin in der Prime Time auf VOX?“ und „Fairly Legal“ Eindrücke einer Mediatorin“ Die stets chaotisch-verplante, aber letztendlich natürlich stets brillante amerikanische Mediatorin war sympathisch, nun also der Fernsehentwurf eines Mediators nach den Vorstellungen unserer österreichischen Nachbarn mit dem Schauspieler Harald Krassnitzer.Die Dreharbeiten begannen im Sommer 2011, das österreichische Mediationsgesetz war damals sieben Jahre alt. (Lesen Sie dazu meinen Beitrag „Vom Gesetz zur (Fernseh-)serie„.)

Wie schon bei der VOX-Serie werde ich an dieser Stelle meine Eindrücke aus Sicht einer Mediatorin schildern. Viel Spaß bei dieser Fernsehunterhaltung!