Unterschiede zwischen Coaching und Beratung

Ein Rechtsanwalt ist ein klassischer Berater. Er besitzt nach langem Studium ein Expertenwissen, das er gegen eine Vergütung seinen Kunden zur Verfügung stellt. Der Anwalt gibt ihm (Rechts)rat, und löst so seine Probleme oder bewahrt ihn vor Schaden. Er ist zuständig für den Inhalt. Der Berater hat im Gegensatz zum Coach nicht die Aufgabe, dem Kunden sein Wissen zu vermitteln, damit er sich in Zukunft selbst helfen kann. Hingegen motiviert ein Coach seinen Kunden dazu, selbstständig nach neuen Lösungen für seine Probleme zu suchen. Dies macht der Coach mit seinem Wissen an Frage- oder Interventionstechniken. Er ist zuständig für den Prozess der Problembearbeitung. Dieselbe Aufgabe wie ein Coach hat auch der Mediator.

Warum sind Juristen bei Nichtjuristen so unbeliebt?

Professor Braun aus Passau hat über diese Frage 1996 in der JuS einen kurzweiligen und lesenswerten Artikel geschrieben. Mit folgenden Argumenten belegt er seine Theorie:

  • Rechtliche Belehrung ist demütigend
  • Jeder Laie wird durch die juristische Fachsprache entrechtet
  • Die juristische Erfolgsrate entspricht dem Zufall
  • Im Arbeitsalltag müssen sich Juristen gegenseitig beschuldigen
  • Als Hauptvertreter des Staates vertritt der Jurist „das kälteste aller kalten Ungeheuer“