Die Geschichte von einer Orange und zwei Schwestern

Was macht man in einer Mediation?

Orange Konflikt Schale SaftZwei Schwestern streiten sich um eine Orange. Schließlich kommt die Mutter in die Küche, teilt die Orange in zwei Hälften und gibt jedem Kind eine Hälfte. Beide Schwestern sind jedoch unzufrieden! WARUM?

Hätte die Mutter ihre Töchter gefragt, warum sie beide die Orange haben möchte, hätte sie vielleicht folgende Antwort bekommen:

  • Tochter 1: „Ich brauche die Schale, weil ich einen Kuchen backen will.“
  • Tochter 2: „Ich brauche die Frucht, weil ich einen Orangensaft trinken will.“

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Wahrnehmung schärfen mit Schauspieltechnik

Am letzten Wochenende hat die Mediativer Mittwoch UG einen äußerst spannenden Workshop angeboten. Das von den Mediatoren und Schauspielern Gero Mertens und Eckart Schönbeck geleitete Seminar „Wahrnehmung schärfen & Handlungsspielraum schaffen mit Schauspieltechnik“ richtete sich am ersten Tag an Menschen, die ihre Eigen- und Fremdwahrnehmung schärfen wollen. Der zweite Tag fokussierte dann auf das Thema Umgang mit Konflikten.
 
Mithilfe von Übungen aus der Schauspielarbeit wurde für die Teilnehmer erfahrbar wie es gelingt, eine andere Perspektive auf eine Situation einzunehmen und diese nicht nur rational nachzuvollziehen. Die Übungen, die im Schauspiel zur Arbeit an einer Rollenfigur bzw. einer Szene verwendet werden ermöglichten einen neuen Zugang für die Methode des Perspektivwechsels. Durch Wahrnehmungsübungen und Improvisationen wurden Eigen-und Fremdwahrnehmung geschärft, Handlungsspielräume eröffnet und grundlegende Aspekte des eigenen beruflichen oder privaten Handelns spielerisch angereichert.
 
Am zweiten Tag ging es dann um das Thema Konflikt aus der Schauspielperspektive. Anhand zweier klassischer Konfliktrollen (Jason und Medea aus „Medea“ von Franz Grillparzer und Königin Elisabeth und Staatssekretär Davison aus „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller) näherten sich die Teilnehmer der körpersprachlichen und stimmlichen Umsetzung von Konfliktsituationen. Mithilfe eines „Übersetzers“ wurde der auf der Metaebene stattfindende Dialog artikuliert und erlebbar. Danach wurden eigene Verhaltensmuster in (körper)sprachlicher Ausprägung mithilfe von zwei-Personen-Szenen dargestellt. Der Umgang mit herausfordernden kommunikativen Situationen und möglichen Handlungsalternativen wurde szenisch geübt.

Mediation und Prozessfinanzierung=Chili und Schokolade

Im Beitrag „Mediation und Prozessfinanzierung – eine sinnvolle Kombination?“ (Anwaltsblatt 4/2014, S. 310 ff.) stellen die Autoren RAin Birte Anderson und Raffael Probst dar, dass Mediation ein sinnvoller Baustein im Portfolio des Unternehmensfinanzierers ist. Die geschickte Kombination mache daraus ein gelungenes Gesamtpaket,

wie bei der Mischung aus Chili und Schokolade.

Es werden drei Thesen auf Ihre Berechtigung hin untersucht, die die Sinnhaftigkeit von Mediation im Rahmen einer Prozessfinanzierung darlegen. Abschließend machen die Autoren noch einmal deutlich, dass sich die deutsche Anwaltschaft ihrer Rolle als moderner Dienstleister bewusster werden muss, als es derzeit der Fall ist. Sowohl die Möglichkeiten von Mediation zur Konfliktlösung sowie Prozessfinanzierung als Konfliktfinanzierung sollten stärker ausgenutzt werden. Sie bezeichnen den Anwalt von morgen gar als „Fullservice-Konfliktmanager“. Die oftmals einzige Rolle des Anwalts als Helfer bei der Streitentscheidung wird in den kommenden Jahren ergänzt werden um die des Beraters bei der Frage nach Prozessfinanzierungen als auch bei anderen Möglichkeiten alternativer Streitbeilegung.

ARD-Mediationsserie „Paul Kemp“ aus Sicht einer Mediatorin

Wie es die Amerikaner machen, wissen wir aus „Fairly Legal“, jetzt hat das deutsche Fernsehen nachgelegt. Wie das ORF/ARD dem Fernsehzuschauer den Beruf des Mediators vermittelt, war meine Leitfrage, als ich mir die erste Folge von „Paul Kemp – Alles kein Problem“ angesehen habe.

Ähnlich wie bei der US-Serie wurde das Format „Komödie“ ausgewählt, die Figur Paul Kemp soll in seinem Beruf brilliant sein, aber privat nichts auf die Reihe bekommen. Das ist das Leitthema der Serie. Nun denn…

In der ersten Mediation der Serie geht es um ARD-Mediationsserie „Paul Kemp“ aus Sicht einer Mediatorin weiterlesen

Mediativer Mittwoch im Juli zum Thema Mediation in Ausbildungsbetrieben

In der dualen Ausbildung sind es meistens die betrieblichen Gründe, die zu einem Ausbildungsabbruch führen. Die Auszubildenden nennen Konflikte mit dem Ausbilder oder dem Betriebsinhaber und die schlechte Vermittlung ausbildungsrelevanter Inhalte, die zu ihrem Auflösungswunsch führen. Schaut man sich an, wie sich die Zahlen der unter 20jährigen und der Erwerbsfähigen (20-65jährigen) entwickeln, dann ist klar: Mediativer Mittwoch im Juli zum Thema Mediation in Ausbildungsbetrieben weiterlesen